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Gib nicht auf PiA!

Die letzten Wochen waren berufspolitisch sehr erfolgreich für uns: des TSVG-Passus wurde abgewehrt, der Kabinettsentwurf öffentlich auseinander genommen und die Länder sind (in den wichtigsten Punkten) auf unserer Seite, was die Reform angeht. Nicht zu vergessen: Das berufspolitische Engagement der PiAs ist Gefühl durch die Decke gestiegen!

Quelle: pixabay.com

Rückschlag

Doch vor kurzem hat die Bundesregierung auf den Bundesrat geantwortet – und wie…

Es handelt sich wieder um einen unendlichen Text (107 Seiten) im Paragraphen-Stil. Doch es gibt auch schon Zusammenfassungen, wie zum Beispiel vom Deutsche Ärzteblatt. Dennoch gibt es aus dem Original einen Absatz, den ich besonders hervorheben möchte:

Zu Nummer 21 – Zu Artikel 1 (§ 27 PsychThG)
Zu Nummer 22 – Zu Artikel 1 (§ 27 PsychThG)
Die Bundesregierung lehnt den Vorschlag ab. Sie weist insbesondere darauf hin, dass die mit dem Gesetzentwurf vorgesehene Schaffung einer neuen Ausbildungsregelung, die auf die Zukunft ausgerichtet ist, nicht als geeigneter Rahmen für Regelungen erscheint, die das geltende PsychThG betreffen. Insbesondere sind die bisher geltenden Ausbildungsregelungen mit den verschiedenen Ausbildungsbestandteilen einschließlich möglicher Regelungen zu ihrer Finanzierung nicht in die geplante neue Ausbildungsstruktur übertragbar.

Seite 102

Reaktion

Und das Einzige, was bei mir im Kopf passiert, ist eine sehr laute und aggressive Stimme, die schreit “WIE BITTE WAS?!?!?!?!?!?!”.

Wie kann das sein? Was soll das bedeuten? Wo wäre denn ein besserer Ort, eine Übergangsregelung zu treffen, als in der Reform? Man hätte genauso gut hinschreiben können: PiAs werden bis an ihr Daseinsende ausgebeutet und es gibt keinen Weg aus dieser Lage. Der Wunsch der Bundesregierung ist es offensichtlich für die nächsten ca. 50 Jahre eine 2-Klassen-Versorgung aufzubauen: die alten PPs, die nichts verordnen können und für immer ausgebeutet werden vs. die Fachpsychotherapeuten, die Halbgötter im Vergleich sind (Götter bleiben den Medizinern vorbehalten 😉 ).Danke dafür…

Und das war noch nicht alles…

Ihr merkt schon, ich bin etwas sauer. Nicht nur, wegen der Übergangs- und Finanzierungsregelung. Ein paar Punkte weiter steht auch wieder etwas zu unserem liebsten TSVG-Passus – und zwar nichts gutes. Ich verstehe partout nicht, warum die Bundesregierung sich so gegen den Bundesrat stellt. Zudem liest sich das alles wie “Nö” ohne Begründung. Zumindest eine sinnvolle Begründung wäre doch angebracht gewesen.

This…is…PiA!

Quelle: pixabay.com

Was also tun? Erst einmal ordentlich darüber aufregen. Den Handlungsimpuls kann man direkt dazu nutzen, den Abgeordneten (wieder) zu schreiben. Stoßt sie noch einmal mit der Nase auf unsere Probleme und fordert eine Erklärung für dieses ************. Twittert darüber! Unterschreibt die Petition der PsyFaKo, welche zwar nicht alle Punkte berücksichtigt, aber doch immerhin den Wichtigsten: eine sinnvolle Übergangsregelung!

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